Du hast täglich die Wahl Lebensführung

Du hast täglich die Wahl #3: Agieren oder reagieren

Haben Sie das Gefühl, selbst Regie in Ihrem Leben zu führen? Oder fühlen Sie sich von äußeren Umständen gesteuert, die Ihnen »keine Wahl« lassen? Wer wenig Zeit und infolgedessen viel Stress hat, ist in der Regel in Kräfte zehrende Prozesse eingebunden. Dann haben wir den Eindruck, nur noch zu reagieren, statt selbst zu agieren. Doch Sie haben die Wahl, das zu ändern, und zwar jeden Tag, nicht nur alle vier Jahre zur Bundestagswahl.

Energieräuber enttarnen

Der erste Schritt ist, sich anzuschauen, warum Sie in Stress geraten. Spüren Sie die Energieräuber in Ihrem Leben auf! In der Regel sind es immer dieselben Situationen und Menschen, die Ihre kostbare Zeit und Kraft in Anspruch nehmen. Will schon wieder die gleiche Person etwas von Ihnen und Sie denken innerlich: »Wie lange soll das denn noch so weiter gehen?« Die Antwort ist ganz einfach: natürlich für immer!

Denn derjenige, der die Forderungen stellt, fühlt sich damit pudelwohl. Für ihn gibt es keinen Grund, etwas zu verändern, ganz im Gegenteil: Solange Sie bei der Stange bleiben, kann er sogar noch eine Schippe drauflegen. Der eine agiert und der andere, in diesem Fall Sie, reagiert immer wieder auf die gleiche zufriedenstellende Weise. Das ist wie bei einem Tennisspiel, bei dem Ihr Gegenüber permanent aufschlägt und Sie die ganze Zeit damit beschäftigt sind, hin und her zu hetzen und den Ball zurückzuschlagen. Stellt sich dabei nicht der Wunsch ein, selbst einmal aufzuschlagen und den Ball in die Richtung zu spielen, die Ihnen gefällt? Im richtigen Spiel wird mit den Aufschlägen abgewechselt, sollte das nicht auch im täglichen Leben so sein?

Das Spiel für sich entscheiden

Wer ständig damit beschäftigt ist zu reagieren, dem fehlt die Zeit, um sich einen Überblick zu verschaffen und klare Prioritäten zu setzen. Es gibt keinen Raum, sich einmal um sich selbst oder um die Dinge, die einem persönlich wichtig sind, zu kümmern. Es wird Zeit, dem ganzen Spiel eine Wende zu geben, und da hilft zunächst nur eins: „time out“.

Denn wie es für den einen selbstverständlich geworden ist, zu agieren, so ist es für den anderen normal geworden zu parieren. Dieses Spiel beginnt meist schleichend, mit kleinen Gefälligkeiten, die immer größer werden, und führt hinein in ein Match mit endlosen Verlängerungen. Zunächst entsteht nur Unbehagen, doch irgendwann sind die Kräfte erschöpft.

Das Interessante ist: Schon der Gedanke, dass Sie an dieser Situation etwas ändern müssen, geht so manches Mal mit Gewissensbissen einher. Doch seien Sie gewiss: Die Energieräuber auf der anderen Seite werden nicht von Schuldgefühlen geplagt. So sind Sie aufgefordert, selbst auf sich zu achten, denn jemand anderes tut es sicherlich nicht.

Eine Lösung muss her, und da kann uns wieder einmal das Tennisspiel zur Seite stehen. Hat man hier fest gestellt, dass die Rückhand zu schwach ist, hilft nur eines: ein spezielles Training, und das regelmäßig. Im täglichen Leben ist das genauso, es gilt, Schritt für Schritt neue Fähigkeiten zu entwicklen und zu üben. Ein einfaches »Nein« auszusprechen, will gelernt sein, doch im Grunde ist es nur Trainingssache. Dann können Sie wieder »Ja« zu sich selbst sagen. Denn Sie selbst haben jeden Tag die Wahl, das zu tun, was Ihnen am Herzen liegt. So können Sie dem Spiel eine Wende geben, bis es dann für Sie heißt: Spiel, Satz und Sieg.

Petra Pliester / Jürgen Bräscher

Petra Pliester / Jürgen Bräscher

Petra Pliester, geboren 1973, ist Diplom-Kauffrau (FH) und seit 2000 als Marketing- und Projektmanagerin tätig. Aus Überzeugung hat sie sich für eine berufliche Laufbahn in der alternativen Wirtschaft entschieden und arbeitet derzeit in einem Zentrum für Ayurveda-Medizin. Es ist ihr gelungen, energetische Prinzipien in das moderne Berufs- und Alltagsleben einzubringen.

Jürgen Bräscher (Jg. 1970) ist selbständiger Physiotherapeut und Feldenkrais-Lehrer. Seit 1997 gibt er Seminare und Fortbildungen; im Jahr 2006 gründete er außerdem das Zentrum für Feldenkrais und energetische Gesundheit. Persönliche Freiheit schätzt er über alles. Das spiegelt sich in seiner Leidenschaft für das Reisen ebenso wider wie in seinem Unterricht: Hier erfahren die Kursteilnehmer einen Rahmen ganz ohne Leistungsdruck und werden in ihrer Selbstentfaltung gefördert.

Von den Autoren erschien 2016 das Buch: "Leben als Freigeist. Manipulationen durchschauen und selbstbestimmt handeln".
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