Gespräche

Feinstoffliche Energien

Die Wirkung feinstofflicher Energien auf das Umfeld des Menschen und  dessen Körper selbst kann sowohl positiv als auch negativ sein. Eine Rolle spielen dabei zum einen der Ursprung und die Art und Weise der Energien und zum anderen auch die mentale Verfassung des Menschen, auf den sie wirken. Siegfried Grabowski, der nicht nur als Radiästhet ein Experte auf dem Gebiet der feinstofflichen Energien, stellt in diesem Gespräch die Bandbreite der Thematik vor.


Gespräch mit Siegfried Grabowski im Video (die weniger gute Tonqualität bitten wir zu entschuldigen).

 

Sven Henkler: Ihr Buch hat den Titel „Feinstoffliche Energien richtig einsetzen und umsetzen“. Was kann sich der Leser unter dieser Bezeichnung vorstellen?

Siegfried Grabowski: Feinstoffliche Energien sind Kraftfelder, die sich in einem Grenzbereich befinden, einem Grenzbereich zwischen physikalisch fassbaren elektromagnetischen Energien einerseits und Mental-Energien andererseits. Hier sind Wandlungsvorgänge möglich, indem mentale Kräfte elektromagnetische Energien im Mikrowellenbereich beeinflussen können. Und sicher wirken natürliche sowie technisch erzeugte Strahlungsfelder auch beeinflussend auf psychische Prozesse, auf unser Befinden.

Sven Henkler: Können Sie ein Beispiel dafür geben?

Siegfried Grabowski: Erfahrene Rutengänger zum Beispiel oder generell Personen mit starken mentalen Kräften sind durchaus in der Lage, Strahlungszonen allein durch ihre geistigen Fähigkeiten und Kräfte zu kompensieren. Das geht so weit, dass zum Bespiel die Strahlung einer Wasserader nicht mehr wahrgenommen wird. Aber es ist auch möglich, mit Hilfe mentaler Kräfte unter Einsatz des menschlichen Eigen-Magnetismus eine Strahlungszone künstlich zu erzeugen, die dann auch nachgewiesen werden kann.

Sven Henkler: Können Sie auf Letzteres etwas näher eingehen: Kann dies jeder beziehungsweise können eigene mentale Kräfte durch Übungen etc. gestärkt werden?

Siegfried Grabowski: Gewisse geistige Kräfte hat natürlich jeder Mensch. Durch mentale Konzentration können diese verstärkt werden. Man muss allerdings genau wissen, was man erreichen will. Der Gegenstand oder besser das Energiefeld dessen, was man beeinflussen will, muss bekannt sein, muss gefühlsmäßig bekannt sein, damit die Änderung nachvollziehbar ist. Das Rutengehen zum Beispiel erhöht die Sensibilität, es vermittelt Kenntnisse über die Energiefelder und stärkt damit automatisch auch die mentalen Kräfte.

Sven Henkler: Kann man denn seine mentalen Kräfte auch dazu einsetzen, um sich vor belastenden Strahlungen aus der Umwelt zu schützen?

Siegfried Grabowski: Ja, das ist durchaus möglich. Aber zunächst die Frage: Wie entstehen eigentlich solche Belastungen? Es sind insbesondere die negativen Emotionen vieler Menschen, die Resonanzen zum Beispiel zu technisch erzeugten Strahlungsfeldern aufbauen. Negative Emotionen bauen generell starke Kraftfelder auf, was bis zur Ausbildung von Persönlichkeitsspaltungen gehen kann. Diese sich vom Bewusstsein loslösenden Kraftfelder – in der Esoterik spricht man hier von Gedankenformen – beeinflussen den Menschen dann rückwirkend. Dadurch wird das körpereigene Abwehrsystem geschwächt, und die Wechselwirkung mit externen Strahlungsfeldern wird als belastend empfunden.
Und zur Frage, wie man sich schützen kann: Es ist so, dass Menschen mit positiver Lebenseinstellung unsere Umwelt in der Regel nicht als belastend empfinden. Ich bin selbst nur durch Änderung meiner mentalen Einstellung zu den Handymasten und anderen Sendern von den belastenden Wirkungen frei geworden. Das mag vielleicht unglaubwürdig klingen, aber ich habe es am eigenen Körper erlebt. Ich war elektrosensibel und bin nur durch meine innere Einstellung zu dieser Thematik davon frei geworden.

Sven Henkler: Das heißt im Umkehrschluss: Hätten wir alle eine positive Lebenseinstellung, dann würden uns die Strahlungen beispielsweise von Handys beziehungsweise Handymasten oder Elektrosmog nicht stören. So einfach ist es aber doch wohl nicht, da deren negative Auswirkungen dennoch Bestand haben. Oder nicht?

Siegfried Grabowski: Biologische Belastungen durch solche Strahlungen sind bewiesen. Das ist richtig, und das ist auch nicht das Thema. Der menschliche Organismus verfügt jedoch über einen sehr weiten Spielraum, um gewisse Belastungen zu kompensieren. Und diese Regulationsfähigkeit hängt eben mit der mentalen Einstellung zu diesen Themen zusammen. Aber wer in sich selbst durch seine Emotionen negative Potentiale aufbaut, der kommt leichter mit anderen belastenden Energien in Resonanz als der positiv denkende Mensch.

Sven Henkler: Sie beschreiben in Ihrem Buch die feinstofflichen Kraftfelder unterschiedlicher Materialien, zum Beispiel von Steinen und Kristallen, aber auch von anderen Objekten oder Gegenständen, mit denen wir uns umgeben. Können Sie mit wenigen Worten erklären, wie sich diese Objekte auf unser Wohlbefinden beziehungsweise auf unseren Gesundheitszustand auswirken?

Siegfried Grabowski: Es ist ja so: Jegliche Materie hier auf der Erde – und damit auch die Materie, aus der die Lebewesen entstanden sind – hat sich aus der gleichen Ur-Energie gebildet. Deshalb bestehen zwischen allen Objekten energetische Wechselwirkungen. Ein Stein spürt einen anderen Stein vielleicht nicht, aber wir Menschen spüren sein Energiefeld. Und je nachdem, wie dieses beschaffen ist und wie wir uns fühlen, empfinden wir dieses Energiefeld als belastend oder als wohltuend – oder wir spüren es überhaupt nicht. Wird die Energie als belastend empfunden, entzieht sie dem Körper Energie, der Mensch fühlt sich dann schwach und erkrankt möglicherweise. Ist sie lebenspositiv, wird sie als aufbauend und stärkend empfunden. Wir fühlen uns dann in dem Energiefeld wohl, auch wenn uns das Kraftfeld überhaupt nicht bewusst wird.

Sven Henkler: Sie schreiben, dass man feinstoffliche Energien auch übertragen kann, also von einem Objekt zu einem anderen. Wie kann man sich das vorstellen, und wozu soll das gut sein?

Siegfried Grabowski: Ich beginne mit dem zweiten Teil Ihrer Frage: Durch das Übertragen von Energien können belastende Gegenstände oder Objekte energetisch gereinigt werden, so dass sie nicht mehr belastend wirken. Kristalle zum Beispiel, die für Therapien verwendet werden sollen oder einfach nur getragen werden, sind durch die Herstellungsprozesse, aber auch durch mentale Energien von Seiten des Trägers oft sehr belastet. Durch Anwenden spezieller Techniken, die ich im Buch beschreibe, können diese Steine gereinigt werden und sind dann gut verträglich. – Eine energetische Reinigung ist eine Energieübertragung von dem zu reinigenden Objekt zu einem anderen, das dann verworfen wird. Weniger empfindliche Materialien können zum Beispiel sehr leicht durch Abreiben mit Salz gereinigt werden. Die Energien gehen dann in das Salz über. Die Eigenstrahlung von zum Beispiel Kristallen wird durch diesen Prozess nicht beeinflusst, da sie an die jeweilige Kristallstruktur gebunden ist.
Man kann Gegenstände oder Räumlichkeiten aber auch zusätzlich mit guten Energien versehen, damit sie in positiver Weise auf den Körper und den Geist wirken. Ich übertrage zum Beispiel gerne die Energien von Kraftplätzen, wie ich sie zum Beispiel in Wallfahrtskirchen finde, auf Kerzen. Brennt man diese Kerzen dann zu Hause ab, wird die Energie wieder frei, und die Energie des betreffenden Ortes ist dann erneut spürbar.

Sven Henkler: Wie machen Sie das? Wie übertragen Sie die Energien?

Siegfried Grabowski: Ich stelle die Kerze am Kraftort beziehungsweise Kraftplatz auf den Boden oder auf ein bestimmtes Objekt, zünde sie an und stelle mir vor, wie die Energie aus dem Boden oder aus dem Raum sich in der Kerze sammelt. Wer ein gutes Visualisierungsvermögen besitzt, kann die Kerze in weniger als einer Minute so stark aufladen, dass ihre radiale Abstrahlung beim Abbrennen zu Hause bis zu 10 Meter und mehr beträgt. Damit können Sie eine ganze Wohnung positivieren.

Sven Henkler: Heißt das, dass die Energie nur durch Visualisierung, nur durch die Vorstellungskraft übertragen wird? Und ist es tatsächlich eine Übertragung oder ist es dann zu Hause vielleicht nur die Vorstellung, dass die Kraft des Ortes sich mit dem Abbrennen der Kerze im eigenen Heim ausbreitet beziehungsweise dort wirkt?

Siegfried Grabowski: Die Aufladung erfolgt auch ohne Visualisierung; der Prozess dauert aber dann lange und das Energiespektrum der Kerze wird begrenzt. Die Visualisierung verstärkt und beschleunigt vor allen Dingen den Vorgang der Aufladung. Auch kann ich auf diese Weise Energien aus der Umgebung besser mit einbeziehen, indem ich mir vorstelle, wie sie in die Kerze strömen. – Die Aufladung ist ein nachweisbarer Effekt, der auch von nicht daran Beteiligten nachgeprüft werden kann. Und die beim Abbrennen zu Hause freiwerdende Energie ist real und ebenfalls nachweisbar und wirkt auch auf den, der nicht daran glaubt oder kein bewusstes Gefühl dafür hat. Mit einer solchen Kerze werden natürliche und auch technische Strahlungsfelder im Raum beeinflusst. Mit einer Vorstellung hat das nur insofern etwas zu tun, weil dann die Aufnahme der Energie bewusst und damit verstärkt empfunden werden kann.

Sven Henkler: Es gibt im Handel verschiedene Systeme, mit denen man zum Beispiel die Handystrahlung soll kompensieren können, oder man kann sein Trinkwasser damit energetisieren. Wie sind diese Systeme zu bewerten?

Siegfried Grabowski: Das ist sehr unterschiedlich. Man muss jedes einzelne dieser Systeme in Bezug auf seine Wirkung genau überprüfen. Manche wirken nur ein Jahr oder noch nicht einmal solange, andere wirken dauerhaft. – Einige sind recht schwach; sie vermögen vielleicht gerade ein Glas Wasser energetisch zu reinigen, können es aber nicht mit positiven Energien aufladen. – Andere Systeme können etwas reinigen und aufladen, aber die Energien bleiben nicht lange in den Objekten haften. – Dann gibt es Systeme, die sind so stark, dass sie belastend wirken können. Ich selbst empfinde die Aufladungen durch solche Systeme eher als belastend als wohltuend, auch wenn es sich um lebenspositive Energien handelt. Wir kommen damit ja in Resonanz, und das wirkt auf unser Energiefeld.
Und noch ein wichtiger Gesichtspunkt: Positiviert man zu viele Objekte, so kommen diese untereinander in Resonanz und bauen zwischen sich auch negative Kraftfelder auf. Es ist generell wirklich am besten, nicht zuviel zu machen. Es gibt zum Beispiel genügend gute Heilwässer zu kaufen; die sind in jedem Fall besser, als ein selbst energetisiertes Leitungswasser.

Sven Henkler: Was halten Sie von medialen Kontakten, vom Channeling, von Kontakten zu Engeln usw.?

Siegfried Grabowski: Nun, wenn ein Mensch sich dazu berufen fühlt und es ihm leicht fällt, so mag er es tun. Generell halte ich es für eine sehr gefährliche Technik, die man nicht bewusst anstreben sollte. Es gibt im spirituellen Raum eine Unzahl von Wesenheiten und energetischen Seelenfragmenten, die nur darauf warten, von den menschlichen Energiefeldern zu profitieren. Wenn wir uns ihnen gegenüber öffnen, so setzen wir uns ihren Beeinflussungen aus. Der Effekt kann so stark werden, dass diese Kraftfelder auf unser Denken und Empfinden einen solchen mentalen Druck ausüben, dass man von besessenheitsähnlichen Zuständen sprechen kann. Der Mensch verliert dadurch seine geistige Freiheit. – Es ist im Übrigen so, dass die meisten als fremd empfundenen Beeinflussungen nicht von externen Seelenfragmenten, Engeln oder Dämonen stammen, sondern von uns selbst erzeugt werden, durch unsere Leidenschaften, Wünsche und Triebe. So kommt das auf uns zurück, was wir selber am meisten befürchten oder intensiv wünschen. Es gibt natürlich selbstbewusste Naturwesenheiten oder Seelen, die aus dem Jenseits heraus wirken, es gibt aber auch selbstgeschaffene Teufel.

Sven Henkler: Dennoch ist das Channeling oder das angebliche Sich-Melden verschiedener Erzengel heute ein inflationärer Zustand. Ist es Masche, um eine Menge Geld zu verdienen, oder ist es tatsächlich ein Zeichen unserer Zeit, dass dies geschieht. Allerdings sind die „Botschaften“, die da so übermittelt werden, ja wirklich keine Neuigkeiten, um behaupten zu können, dass diese eine neue Zeitepoche einleiten können. Zudem stellt sich die Frage: Ist es auch tatsächlich das Wesen „am anderen Ende der Leitung“, für das es sich ausgibt?

Siegfried Grabowski: Was da als Engel oder Erzengel bezeichnet wird, ist eine Intelligenz völlig unklarer Herkunft. Unsere Zeit ist heute so, dass sehr viele unerlöste Seelenwesen in der irdischen Sphäre verbleiben, die sich ein Medium suchen, um am irdischen Leben teilzuhaben. – Hochtrabende Namen, süßliche Reden und im Wesen banale Äußerungen sind schon ein Zeichen dafür, dass es sich um niedere Hierarchien handelt. Und es ist sehr schwer für den Betroffenen, „gute“ und „böse“ Geister zu unterscheiden; die Ziele und Ergebnisse merkt man oft erst sehr spät. Es gibt genügend Beispiele, bei denen sich heiligenmäßige Personen jemandem offenbaren, die dann natürlich begeistert aufgenommen werden, weil sie dem Ego schmeicheln, aber dann allmählich das Wesen des Menschen beeinflussen und irgendwann langsam ins Dämonische überwechseln. Oft sind das Geistwesen, die ihren Ursprung im Menschen selbst haben, in Form von psychischen Spaltungen, wobei die Spaltpersönlichkeiten dann auch Resonanzen zu außerkörperlichen Wesenheiten aufbauen können. Mittels Radiästhesie kann man übrigens feststellen, wessen Geistes Kind die Wesenheit ist, die sich da meldet.


Literaturhinweis:

Siegfried Grabowski: Feinstoffliche Energien richtig einsetzen und umsetzen
Broschur: ISBN 978-3-934291-67-6
Preis: 19,80 Euro (D)

Verlag Zeitenwende

 

 

Sven Henkler

Sven Henkler

Sven Henkler, Jahrgang 1975, ist als Verleger und freier Autor tätig. Sein Interesse gilt seit Jahren der Mythenforschung.
Buchveröffentlichungen beim Verlag Zeitenwende (www.verlag-zeitenwende.de):
- Die Zeit der Wiederkehr (1999, vergriffen)
- Das Wilde Heer (1. Auflage 2000, erweiterte Neuauflage 2010)
- Mythos Tier - Geschichte und Mythologie einer ewigen Verbindung (2001, vergriffen)
- Urstoff Wasser - Mythisches Element des Lebens (2004, 2. Auflage 2006)
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