Bewusstsein Lebensführung

„Human-Reset“ – einmal auf Null und Neustart

Von Computern ist man es gewohnt: herunterfahren und neu starten. Sollte das Herunterfahren nicht klappen, weil das System hängt, wird ein „Reset“ durchgeführt, damit das System weitgehend fehlerfrei wieder starten kann. Manchmal ist es aber auch nötig, ein System ganz neu zu installieren, da es sich total zugemüllt hat, es funktioniert einfach nicht mehr richtig und ist mit anderen Mitteln auch nicht mehr reparabel. – Und was ist mit uns Menschen, wie sieht das bei uns aus? Wir werden von unserem ersten Schrei an zugemüllt mit menschengemachten Konzepten, Zwängen, Pflichten, einschränkenden Vorschriften und Vorstellungen anderer, wir bekommen Rollen und Muster aufgedrückt, bis wir uns nicht mehr vorstellen können oder erst gar keinen Gedanken mehr daran verschwenden, dass wir als Teil der Schöpfung in diese Welt gekommen sind und im Grunde eine andere Aufgabe haben, als nur wie ein Rädchen in einem „System“ zu funktionieren. Erste „natürliche Reset-Versuche“ in der Kindheit und Jugendzeit werden von den „Systemkonformen“ sofort als Problem erkannt und entsprechend behandelt. Klar, als nützliches Rädchen im Getriebe der Systeme unbekannter Strippenzieher ist es nicht angebracht, an die eigentliche Aufgabe und an den Sinn des Lebens als Mensch zu denken oder daran erinnert zu werden.

Doch jeder Einzelne ist für sich verantwortlich, und bevor das Schicksal für einen (harten) „Reset“ sorgt oder gar einen endgültigen Systemstillstand verursacht, müssen wir das selbst tun: einmal runterfahren, sich erinnern, neu hochfahren – also einen „Human-Reset“ durchführen, bevor das „System“ aufhört zu funktionieren und ein Neustart nur in einer nächsten Inkarnation möglich ist. Fahren wir uns selbst dann und wann mal runter, werden uns all die künstlichen Einschränkungen, Bevormundungen und „Subroutinen“, die unser Leben bestimmen, klar und lassen wir sie los, und dann ist wieder Raum und Platz, um sich daran zu erinnern: Wir sind als Menschen untrennbarer Teil der Schöpfung sowie dieses Planeten und mit allem darin und darauf gleichwertig und fortwährend verbunden; so wie wir selbst, ist alles beseelt, jedes Tier, jede Pflanze, ja sogar jeder Stein. In dieser natürlichen Ordnung haben wir nicht nur unseren Platz und unsere Aufgabe, sie ist die oberste Ordnung, an der sich absolut alles orientieren sollte. Alles andere, vor allem menschengemachte Konzepte und Systematiken, sollten immer wieder nach dieser höchsten Ordnung, nach den Regeln und Gesetzen der Schöpfung ausgerichtet sein, daran an- und mit ihnen abgeglichen werden. In der schöpferischen Ordnung gibt es Freiheit, Selbstbestimmung und echtes Wachstum. Teil der Schöpfung zu sein und sein Leben als solcher zu gestalten, bedeutet, gesund zu sein, sich wohl zu fühlen, den Komfort eines natürlich gestalteten und errichteten Umfeldes zu genießen, Fülle und Überfluss in allen Dingen zu haben, die für ein reines Menschsein wichtig sind.

Sei Du selbst!

An einem „Ort der Erinnerung“ entstehen neue, den Menschen und der Schöpfung gerecht werdende Strukturen und Ordnungen des Zusammenlebens und des Miteinanders. Dazu gehören auch das Bewusstsein und die Erkenntnis, dies auch behaupten zu können. An diesem „Ort der Erinnerung“ erkennen wir, was und wer wir wirklich sind. Hier ist kein Platz für Machtspielchen, Fremdbestimmung, Selbstaufgabe, Ausbeutung, Kontrolle, Dominanz, falsche Autorität, Lüge, Verrat, Heimtücke, religiöse und ideologische Verblendungen, all dies erscheint nur lächerlich und zeugt von einem niederen individuellen Entwicklungsstand.

Versuche es doch mal: Bekenne Dich dazu, ein Mensch zu sein, reduziere Dich auf das Wesentliche Deines Seins und beobachte, wie Du Dir selbst mehr und mehr bewusst wirst, wie die Entscheidungsfähigkeit zu Dir zurückkehrt, ebenso die Klarheit und das Verstehen, Deine Kraft und Stärke, Deine Gesundheit, Deine Freiheit und Dein Selbstverständnis, Teil des Ganzen zu sein. – Und wenn es nicht gleich funktioniert, mache Dir keinen Kopf, wir sind eben kein/e Computer/Maschine, wir können und müssen das einfach nur wieder lernen.

Literaturhinweise:

      Alte Pfade - neue Wege. Zeitgemäße Naturspiritualität

Verlag Zeitenwende                  Verlag Zeitenwende

Norbert Paul

Norbert Paul

Norbert Paul (Jahrgang 1960) war geschäftlich national und international in hohen Entscheiderpositionen erfolgreich tätig. Seit seinem 18. Lebensjahr übt er sich in verschiedenen Kampfkunstformen; zahlreiche Meistertitel, ein Ehrenplatz in der Millennium Hall of Fame und Ehrungen auf internationaler Ebene sind beeindruckende Ergebnisse dieses Wirkens. Auch die alternative Heilkunst kam sehr früh in sein Leben, erst als Ratsuchender, dann als Lernender und heute als Lehrender. Somit ist es ihm möglich, wie in uralten Traditionen die Kampfkunst und die Heilkunst zu verbinden.
Mit dem Neuen Abendländischen Schamanismus schuf er ein einzigartiges westlich-schamanisches Schöpfungs- und Lebensmodell und mit dem Runen-Qi-Gong ein Bewegungs- und Gesundungssystem, welches dem Yoga oder dem Tai-Chi und anderen östlichen Stilen ebenbürtig ist. Als Ausbildungsleiter für den Neuen Abendländischen Schamanismus, für das Runen-Qi-Gong sowie das Life-Transformation-Healing unterstützt er Menschen, welche schöpfungsrichtige Veränderungen nicht nur leben, sondern selbst weitergeben möchten.
Beim Verlag Zeitenwende erschien von ihm:
- Runen-Qi-Gong für Gesundheit und Lebensfreude - Das Übungsbuch zum abendländischen Bewegungssystem (2011) -
Der Neue Abendländische Schamanismus - Handbuch für ein Leben im Einklang mit der Schöpfung (2012)
- Alte Pfade - neue Wege. Zeitgemäße Naturspiritualität (2015)
Norbert Paul

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Lesen Sie weiter:
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, Teil 2: das Erkennen

Im Märchen »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« wird verdeutlicht, dass es nicht immer einfach ist, hinter den Schein, hinter eine Fassade...

Schließen